CDU-Politiker fordern Zuschlag für Polizisten im Schichtdienst

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Die rund 3900 Hamburger Polizisten, die im Schichtdienst eingesetzt sind, sollen mehr Geld bekommen. Das fordern Joachim Lenders, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft und CDU-Mitglied, sowie weitere CDU-Politiker. Sie haben einen entsprechenden Antrag in die Bürgerschaft eingebracht. Konkret sollen die Erschwerniszuschläge für die Beamten angehoben werden. Sie sollen für geleistete Sonn-, Feiertags- und Nachtdienststunden zukünftig einheitlich fünf Euro je Stunde extra bekommen.

Bislang liegt der Aufschlag für den Dienst zu ungünstigen Zeiten zwischen 77 Cent und 1,28 Euro pro Stunde. „Unsere Forderung ist maßvoll“, sagt Lenders. „Selbst bei einem Zuschlag von fünf Euro die Stunde würden Hamburgs Polizisten immer noch weniger bekommen als beispielsweise das Sicherheitspersonal am Flughafen, das dort im Auftrag der Bundespolizei hoheitliche Aufgaben übernimmt. Sie bekommen bereits sechs Euro Zuschlag.“

Viele Polizisten verrichteten über Jahrzehnte ihren Dienst gegen die innere Uhr. „Es steht außer Frage, dass die Hamburger Polizei rund um die Uhr für den Bürger da sein muss, um Sicherheit und Ordnung in dieser Stadt zu gewährleisten“, so Lenders. „Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass es weder an Sonn- oder Feiertagen noch an Wochenenden, noch zur Nachtzeit Ausnahmen geben kann.“ Dann müsse man aber zumindest finanziell die Nachteile für die betroffenen Beamten abfedern. Das sei eine der wenigen Möglichkeiten, die Attraktivität des eher unbeliebten Schichtdienstes zu steigern. Den Haushalt der Stadt würde die Erhöhung jährlich mit rund 7,7 Millionen Euro zusätzlich belasten.

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