Weniger Beförderungen – Polizeigewerkschaften sehen sich getäuscht

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Die Innenbehörde wird offenbar deutlich weniger Polizisten befördern, als von den Gewerkschaften erwartet. Betroffen sind besonders die Kommissarsdienstgrade. So sollen 61 statt 123 Beamte zum Oberkommissar in der Besoldungsgruppe A10 und 50 statt 98 Beamte zum Hauptkommissar mit der Besoldung A11 befördert werden. Das entspricht einer Einsparung von rund 900.000 Euro. Joachim Lenders, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), sieht sich „vorsätzlich getäuscht“. „Es ist eine Schande, wie mit der Polizei umgegangen wird“, meint Lenders „Wir fordern den Innensenator auf, seine Entscheidung zu revidieren und die geplanten Ernennungen durchzuführen.“

Sein Kollege von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Gerhard Kirsch spricht von „Wortbruch“. „Dieses Vorgehen erschüttert das Vertrauen der Kollegen in die Politik nachhaltig“, so der GdP-Landesvorsitzende. „In Sachen Beförderungen ist die Katze aus dem Sack“, sagt André Schulz vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK). Von 803 zur Beförderung anstehenden Beamten würden nur 61 befördert. 2014 steht laut Schulz noch weniger Geld für Beförderungen zur Verfügung.

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