Der Hamburger Senat wird seiner Rolle als Arbeitgeber nicht gerecht!
Die Hamburger Polizei braucht moderne, an den heutigen Anforderungen ausgerichtete Strukturen.
In der Landespressekonferenz zum Doppelhaushalt 2027/28 am 24. Juni dieses
Jahres hat Hamburgs Finanzsenator Dr. Andreas Dressel (SPD) die Einführung der 41-
Stundenwoche unter anderem mit dem Verweis auf die Bundesländer Baden-Württemberg,
Brandenburg, Bremen, Hessen, Schleswig-Holstein und die Bundespolizei begründet.
Doch wer sich den Vergleich mit anderen Ländern und Dienstherrn erlaubt, muss ihn auch
konsequent zu Ende denken und nicht nur die Belastungen übernehmen.
Bundesländer wie Bremen, Hessen oder Nordrhein-Westfalen haben bereits vor vielen Jahren
erkannt, dass sich die Anforderungen an den Polizeiberuf verändert haben und greifen auf eine
moderne zweigeteilte Laufbahnstruktur zurück.
Die Bundespolizei zeigt unter anderem dadurch Wertschätzung den Kolleginnen und Kollegen
gegenüber, indem die Ruhegehaltsfähigkeit der Polizeizulage wieder hergestellt worden ist.
Bayern hat die Ruhegehaltsfähigkeit nie abgeschafft!
Hamburg weigert sich konsequent seit Jahrzehnten die zweigeteilte Laufbahn bei der
Polizei einzuführen. Während die polizeilichen Aufgaben und Belastungen immer
umfangreicher und komplexer werden und das Personal auf der Straße fehlt, hält
Hamburg weiter an alten, angeblich bewährten Strukturen, wie der dreigeteilten Laufbahn
und dem Direkteinstieg bei der Kriminalpolizei fest.
Die Hamburger Polizei braucht moderne, an den heutigen Anforderungen ausgerichtete
Strukturen.
Die DPolG Hamburg fordert daher:
– Die Einführung der zweigeteilten Laufbahn
für die uniformierte Polizei
– Die gleichzeitige Umstellung auf ein
praxisnahes Studium
– Die Einführung der Einheitslaufbahn für
den Polizeivollzug
und die Schaffung einer Besoldungsordnung, die den BVerfG-Maßstab einer
amtsangemessenen Alimentation ohne Wenn und Aber erfüllt!
