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DPolG Hamburg fordert bezahlbaren Wohnraum für Polizeischüler: Polizei befristet Mietverträge für das Polizeiwohnheim auf sechs Monate

Die Bewerberzahlen für unseren Polizeinachwuchs brechen dramatisch ein – die Gründe sind vielfältig: Freie Heilfürsorge (Krankenkasse der Polizei) nach der Ausbildung abgeschafft, Weihnachtsgeld drastisch reduziert und schlechte Beförderungsaussichten. Dafür gibt es aber gesundheitsschädlichen Schichtdienst, Wochenend-,  Sonn – und Feiertagsarbeit und ein erhöhtes Berufsrisiko. Seit einigen Monaten bemüht sich die Polizei Hamburg mit einer Einstellungsoffensive geeigneten Nachwuchs zu finden. Eine eigens dafür geschaffene Werbeaktion mit Plakaten und Werbesprüchen auf den Einsatzwagen sollte den Nachwuchs locken – offensichtlich vergebens. Die Polizei musste feststellen, dass bei den vergangenen Einstellungsterminen eine Vielzahl der Bewerber mit Einstellungszusagen kurz vor dem Eintrittstermin abgesagt hat, weil sie in der Großstadtmetropole Hamburg keinen bezahlbaren Wohnraum fanden. Nun glaubt die Polizei Hamburg die Lösung gefunden zu haben: die Polizeischüler, die bisher ein Appartement im Polizeiwohnheim hatten, erhalten nur noch befristete Mietverträge für sechs Monate. Man erwarte, dass sie Zeit und Geld investieren, um eine Wohnung auf dem Hamburger Wohnungsmarkt zu bekommen. „Nichts einfacher als das“, bei 900 Euro Ausbildungsvergütung!

Dazu der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG Hamburg) Joachim Lenders:

„Es ist keine neue Erkenntnis, dass die Lage auf dem Hamburger Wohnungsmarkt schwierig ist. Ein Polizeischüler erhält während seiner zweieinhalbjährigen  Ausbildungszeit rund 900 Euro Ausbildungsvergütung für den mittleren Polizeidienst. Für das 15-Quadratmeterappartement im Polizeiwohnheim sind 202,50 Euro fällig. Die Polizei Hamburg hat nun entschieden, dass die Mietverträge dort nur noch für sechs Monate befristet vergeben werden, weil die nächsten Polizeischüler bereits vor der Tür stehen. Die bisherigen Bewohner lässt man schlicht und ergreifend im Regen stehen und ist der Meinung, dass sie mit 900 Euro Ausbildungsvergütung schon etwas Passendes finden werden. Es ist unverantwortlich erst die Polizeischüler zu „shanghaien“ und sich anschließend um deren soziale Probleme nicht mehr zu kümmern. Soll unser Polizeinachwuchs unter der Brücke schlafen? Wir fordern den Polizeipräsidenten und die Innenbehörde auf, sich mit den Hamburger Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften an einen Tisch zu setzen, um nach Lösungen zu suchen. Rausschmiss und Obdachlosigkeit für Polizeischüler ist keine Lösung!“

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