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Mit Angst durchs Nadelöhr

Probleme mit kriminellen Flüchtlingen: Anwohner fordern mehr Polizei-Präsenz

Die Klagen über kriminelle jugendliche Flüchtlinge rund um das Aufnahmeheim Feuerbergstraße in Alsterdorf nehmen kein Ende – im Gegenteil: Mit der steigenden Zahl der – wie sie im amtsdeutsch genannt werden –
„unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge“ nimmt auch die Zahl der Straftaten wie Einbrüche, Diebstähle und Überfälle zu – besonders auffällig allerdings in den Stadtteilen St. Georg und St. Pauli.
Auf einer kürzlich einberufenen Nachbarschaftsversammlung im Gebäude des Kinder- und Jugendnotdienstes (KJNT) betonte Heimleiterin Isabe von der Decken zwar erneut, dass es sich bei diesen Problem-Flüchtlingen lediglich um eine kleine Gruppe der jugendlichen Heimbewohner handelt – die anwesenden gut 30 Anwohner konnte sie damit allerdings nicht beruhigen. Die gründeten jetzt sogar eine Bürgerinitiative.

Kriminelle Minderjährige

Erst am vergangenen Mittwoch hat die Polizei wieder drei Jugendliche bzw. Kinder bei einem Einbruch in eine Gartenlaube an der Bebelallee festgenommen. Die „unbegleiteten Flüchtlinge“ waren 12, 13 und 15 Jahre alt, in ihren Taschen fanden die Beamten Handys und Schmuck – vermutlich Diebesgut aus anderen, vorausgegangenen Straftaten.
Anwohner im Bereich des Heimes Feuerbergstraße fordern mittlerweile schon seit Jahren mehr Sicherheit. „Besonders für unsere Kinder ist es eine Zumutung, den Weg zur Bugenhagen-Schule an der Alsterdorfer Straße alleine anzutreten“, beklagt sich Werbekaufmann Tom K. (46). Ebenso beträfe es Kinder, die in die Grundschule am Ballerstaedtweg müssen. Besonders problematisch sei dabei die schmale, nur spärlich beleuchtete Brücke über die U-Bahn-Gleise, die zum Alsterdorfer Markt führt. Sie ist ein Treffpunkt für die jugendliche Heimbewohner, die hier rauchen, trinken – und nicht selten auch die vorüber gehenden Passanten anpöbeln und bedrängen. „Von mir hat eine Gruppe Jugendlicher schon Wegezoll gefordert, als ich zum Supermarkt gehen wollte“, berichtet Julia S. (47). Sie hat Anzeige erstattet, ein Täter konnte allerdings nicht ermittelt werden.
Auch Julia S.‘s Partner Tom K. tritt den Weg über diese Brücke mit gemischten Gefühlen an, seitdem er von einem Jugendlichen mit einer Bierflasche angegriffen wurde.

Sicherheitsdienst nicht lang genug da

Seine Tochter Mia (9) geht ohnehin nur noch gemeinsam mit anderen Kindern zur Schule, obwohl die Brücke morgens und nachmittags in der Regel, aber leider nicht verlässlich durch einen Sicherheitsdienst bewacht wird. „Die sind dort aber viel zu kurz präsent!“, klagt eine andere Mutter. „Einige Kinder werden nach dem Unterricht noch in der Schule betreut. Wenn die dann später über die Brücke gehen, ist keine Security mehr da!“
Ende September stellte der Bürgerschaftsabgeordnete Klaus Peter Hesse (CDU) im Senat eine Kleine Anfrage zum Thema „Jugendkriminalität im Bereich Feuerbergstraße“. Danach wurden bis zum 26. September diesen Jahres 1.250 Kinder und Jugendliche beim KJND Feuerbergstraße in Obhut genommen. 1.464 Inobhutnahmen wurden in diesem Zeitraum beendet, unter ihnen waren 924 jugendliche Flüchtlinge, meist aus Nordafrika, Syrien und Afghanistan. Der größte Teil von ihnen – 864 – blieb nur maximal 20 Tage im Aufnahme-Heim, bevor sie auf andere Betreuungsgruppen aufgeteilt wurden.

„Sozialbehörde gefordert“

Bedenklich und problematisch ist dabei mit weit über 400 die hohe Zahl der Flüchtlinge, die keine anschließende Hilfe erhalten. Wo bleiben die, was wird aus denen? Nach Einschätzung der Polizei sind viele jugendliche Flüchtlinge in der Stadt schlicht untergetaucht, die Anzahl der schwerkriminellen Intensivtätern unter ihnen ist nicht unerheblich. Auch Joachim Lenders, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft in Hamburg, fordert angesichts der zunehmenden Kriminalität durch jugendliche Flüchtlinge konsequentes Handeln, vor allem auf Seiten der Sozialbehörde: „Es kann doch nicht angehen, dass am Ende immer die Polizei den Schwarzen Peter zugeschoben bekommt. Diese Probleme lassen sich nur mit erzieherischen Mitteln lösen. Wenn diese kriminellen Flüchtlinge erfahren, dass sie mit ihren Taten keine Repressalien zu befürchten haben, wird es in Zukunft noch schlimmer werden!“
Kristina C. (34) lebt mit ihrem Mann Jan (34) und den beiden Kindern (neun und vier Jahre alt) in der Feuerbergstraße, nur 200 Meter vom Heim entfernt. Sie sagt: „Wir sind nicht gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, im Gegenteil! Aber es kann doch nicht angehen, dass wir dadurch in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden und Umwege gehen müssen, weil die Sicherheit an der Brücke zum Markt nicht garantiert werden kann.“ Ihr Vorschlag: „Im besten Fall sollte die Polizei dort einen Container aufstellen und rund um die Uhr präsent sein …!“

Sorge auf dem Weg zum U-Bahnhof

Nach Wochenblatt-Informationen läuft aber auch bei Mitarbeiterinnen des Krankenhauses der Evangelischen Stiftung die Angst mit, wenn diese nach ihren Schichten abends oder nachts zur U-Bahnstation Sengelmannstraße müssen.

Jugendhilfe kapituliert

Bergedorfer Zeitung

 

Sie kommen allein aus fremden Ländern nach Hamburg, sind oft noch Kinder und werden hier nicht selten kriminell: Das Problem der minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge, die kurz MUFL genannt werden, wird in der Hansestadt immer größer. Bei den Behörden geht mach davon aus, dass sich mittlerweile weit mehr als 1000 solcher jungen Flüchtlinge in Hamburg aufhalten – Hunderte von ihnen, so die Einschätzung Sicherheitsexperten, lassen sich weder registrieren noch staatlich betreuen und leben an unbekannten Orten. Punktuell, so die Einschätzung der Experten weiter, hätte die Hamburger Jugendhilfe „kapituliert“. Vermehrt trifft die Polizei dabei auf Flüchtlinge, die über eine schriftliche Aufnahmeablehnung des Kinder- und Jugendnotdienstes verfügen.

Von den rund 400 in Unterkünften lebenden MUFL, die zumeist aus afrikanischen Ländern stammen, werden etliche von der Polizei als Intensivstraftäter eingestuft. Aktuell seien so 115 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge bei der Hamburger Polizei registriert. Das geht aus einem internen Papier des Landeskriminalamts hervor. Ihr Verhalten den Beamten gegenüber wird von der Polizei als respektlos und zunehmend aggressiv beschrieben. Als Brennpunkte haben sich die Stadtteile St. Pauli und St. Georg gebildet. Eine Abschiebung solcher MUFL wird als „unmöglich“ eingestuft. Aufgrund der Kapazitätsprobleme bei der Ausländerbehörde stufe man diese Problematik deshalb nicht als vordringlich ein.

„Hier zeigt sich wie hilflos die Hamburger Jugendhilfe ist, wenn es sich um schwerkriminelle junge Flüchtlinge geht“, sagt Joachim Lenders, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. „Wir brauchen dringend Maßnahmen, die diesem Phänomen gerecht werden und den Tätern Einhalt gebieten. Wir werden sonst einen signifikanten Anstieg der Straftaten durch die Gruppe erleben. Hinter den Straftaten, die die immer öfter von Gewalt geprägt sind, steht immer ein Opfer. Auch das hoch aggressive Verhalten der auffälligen minderjährigen Flüchtlinge gegenüber der Polizei ist nicht hinnehmbar, da sie deren Auftreten als Erfolg werten.“

Man brauche kein neues Konzept heißt es indes aus der Behörde für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. „Die bestehenden Regeln, ihre Anwendung und Durchsetzung sowie die stetig verbesserte Zusammenarbeit der jeweils zuständigen Organe sind die wirksamsten Mittel“, sagt Marcel Schweitzer. Der Sprecher versichert, dass Straftaten entsprechend verfolgt würden.  

Polizeiwache soll Anbau erhalten

Bergedorfer Zeitung

 

Es ist gerade mal 22 Jahre alt. Doch das Bergedorfer Polizeikommissariat am Ludwig-Rosenberg-Ring wird modernen Ansprüchen an eine Wache schon lange nicht mehr gerecht – der Empfangsbereich ist nicht zeitgemäß, das Mobiliar überwiegend veraltet. Vor allem aber ist die Raumnot so drängend, dass einige Abteilungen bereits in Mieträume an der Kurt-A.-Körber-Chaussee umziehen mussten. Nun rückt der seit vielen Jahren geforderte Anbau erstmals in greifbare Nähe: Die SPD-Bürgerschaftsfraktion will Mitte Dezember mit einem Antrag zum Haushaltsplanentwurf die notwendigen Planungskosten bereitstellen. Für 1,15 Millionen Euro soll der Anbau genehmigungsfähig geplant werden.

Im PK 43 bestehe ein „erhebliches Raumdefizit“, heißt es in dem Antrag der Mehrheitsfraktion. Die Statik des Gebäudes und die derzeitige Ausstattung erlaubten im Moment nur eine „eingeschränkte bestimmungsmäßige Nutzung“, vieles entspräche nicht mehr den Standards. Etliche Funktions- und Umkleideräume seien zu klein. „Es ist vor diesem Hintergrund beabsichtigt, dass bestehende Gebäude durch einen dreigeschossigen Anbau zu erweitern und das Bestandsgebäude an aktuelle Nutzererfordernisse anzupassen und barrierefrei zu gestalten.“ Im Hinterhof solle ein L-förmiger Erweiterungsanbau errichtet werden – aufgestockt werden kann das Hauptgebäude aus statischen Gründen nicht.

Etwa 7,7 Millionen Euro werden Anbau und Modernisierung wohl kosten. Doch wie teuer das Vorhaben wirklich wird. ob es vielleicht sogar zu teuer wird, muss erst die Planung zeigen. Trotzdem soll das Bereitsstellen der Planungskosten mehr als nur ein Geschenk im Wahlkampf sein: „Das Signal, das mit dem Beschluss ausgesandt wird, ist eindeutig“, sagt SPD-Bürgerschaftsabgeordneter Gerhard Lein aus Lohbrügge. Der Anbau soll kommen: „Wer A sagt, muss auch B sagen.“

Vorsichtiger Optimismus auch bei der Bergedorfer Polizei: „Wir freuen uns sehr, dass ein Zeichen gesetzt werden soll, das PK zu sanieren“, sagt Leiter Karsten Schwarz. Einiges sei in der Ausstattung doch „verbesserungsfähig“.

Diplomatische Worte: Bereits vor zwei Jahren hatte die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Hamburg vor der Wache demonstriert und vehement darauf hingewiesen, dass für die etwa 210 Mitarbeiter  ca. 600 Quadratmeter Fläche fehlen. Dennoch passierte nichts. Der vorige Leiter der Wache lagerte schließlich einige Abteilungen kurzerhand in die Mieträume an der Kurt-A.-Körber-Chaussee aus. Eine Übergangslösung, hieß es damals. Sie dauert nun schon anderthalb Jahre an.

Ein besonderes Jubiläum: 44 Jahre „44“

Anfang November fand eine besondere Jubiläumsfeier statt – die DE 344 (Wasserwerfer- und Sonderwagenzug) feierte mit geladenen Gästen den 44. Geburtstag der DE 344.

für Internet DE 344

In den Räumen des Wirtschaftsgebäudes der DE 3 führte der amtierende Zugführer PHK Bernd Nemitz nach herzlichen Willkommensworten durch den offiziellen Teil des Jubiläums. Laudatoren, wie der Abteilungsführer LPD Stefan Schneider und der amtierende Hundertschaftsführer EPHK Stefan Czarnecki, beschrieben kurzweilig, mit wichtigen Eckdaten und einigen Anekdoten die Entwicklung der heutigen Einheit DE 344. Persönlich begrüßt wurde der Personalratsvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende der DPolG Hamburg, Freddi Lohse, und darüber hinaus die engagierte Arbeit der DPolG Hamburg erwähnt. Im besonderen Maße richteten sich die Worte auch an EPHK Rüdiger Spahr, der nicht nur Zugführer des SEZ war, sondern auch in verschiedenen Kommissionen die „Wasserwerferei“ bundesweit nach vorne gebracht hat. Überhaupt nicht wegzudenken bei dieser Feierlichkeit ist das Ehren- und Gründungsmitglied Horst Busch alias „Buschi“, der mit dem ältesten noch im Dienst befindlichen „SEZler“, Hans-Dieter Detjen, die eine oder andere Geschichte zum Besten gab.

1970, im Rahmen der Umstrukturierung der Bereitschaftspolizeiabteilung (MOT) zur Fachdirektion 9 – Bereitschaftspolizei Hamburg (FD 9), wurde der Wasserwerfer- und Sonderwagenzug als FD 944 (SEZ) in den Dienst gesetzt. Erst die Tatsache, dass sich der Jubilar durch alle Reformen hindurch (FD 944 → LED 244 → LBP 44 → DE 344) die „Platzziffer“ 44 erhalten konnte, machte diese Feierstunde so besonders und vor allem möglich.

Mit viel Liebe zum Detail wurde eine Informationswand präsentiert, auf der jeder noch einmal den langen Weg des Wasserwerfer- und Sonderwagenzuges nachverfolgen konnte.

Anfänglich war dieser ausgestattet mit drei Wasserwerfern der Baureihe 4000 – die Türme wurden mit der Schulter gedreht und es gab nur einen Motor zum Fahren und Wasserwerfen, drei Sonderwagen Typ 1 und zwei Sonderwagen des Typs 2C (hier saß der Fahrer noch an der frischen Luft). Später kam dann der 6000er Wasserwerfer (die Strahlrohre wurden per Hand gedreht, es gab einen zusätzlichen Motor zum Wasserwerfen), den Hamburg selbst gekauft hat, sowie Sonderwagen des Typ 4 (der Fahrer sitzt jetzt drinnen) von denen sich noch drei im Dienst befinden. Weiter ging es mit dem 9000er (die Strahlrohre fahren aus und werden per Joystick gelenkt, die Sitze drehen mit), von denen noch drei eingesetzt werden, bis hin zum im Februar 2011 eingeführten aktuellen WAWE 10000, von denen in Hamburg drei in Betrieb sind. Die Personalstärke war anfänglich 1:8:30, dies änderte sich natürlich auch im Lauf der Zeit und hatte ihren Höhepunkt mit 2:8:48. Die aktuelle Personalstärke beträgt 2:8:25.

Dank der tollen Vorbereitung der aktiven „44er“, durch angereiste Gäste aus dem Bundesgebiet (Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und der Bundespolizei), den Vertretern der DPolG Hamburg, Christine Ordemann, Klemens Burzlaff, Thomas Jungfer und der Anwesenheit des Personalratsvorsitzenden, Freddi Lohse, wurde der 44-jährige Jubilar in angemessener Weise gefeiert und selbstverständlich wurden fleißig Kommentare, zu den an die Wand projizierten alten und neuen Bildern des SEZ, abgegeben. Ein herzlicher Dank geht an alle Kolleginnen und Kollegen, die diese Feierstunde in so großartiger Weise ermöglicht haben.

44 Jahre 44

+++ Endlich den Schichtdienst stärken!!! +++

DPolG: Keine weiteren Verzögerungen bei der Stärkung des Schichtdienstes!

Lediglich 1,28 Euro DUZ-Zulage gibt es zurzeit für eine geleistete Nachtdienststunde. Das allein, ist eigentlich schon ein Skandal! Wenn nun aber Behördenleitung und Polizeiführung immer wieder ihre Absicht bekunden, den Schichtdienst stärken zu wollen, es aber an Taten fehlen lassen, wird es noch unglaubwürdiger!

Es muss endlich eine gerechte und angemessene Bezahlung für die Kolleginnen und Kollegen her, die tagtäglich und zwar Rund-um-die-Uhr für die Sicherheit dieser Stadt sorgen und ihre Gesundheit zu Markte tragen!

Selbst das finanziell angeschlagene Schleswig-Holstein hat sich nun dazu durchgerungen, die Sonn-/Feiertags- und Nachtdienststunden einheitlich mit 3,15 Euro zu vergüten!
Ab 2016 ist sogar eine weitere Anhebung auf 3,50 Euro geplant.

Das sind, zum Vergleich, für einen Polizeibeamten in Schleswig-Holstein, in einem Durchschnittsmonat – ohne Berücksichtigung von Feiertagen:

 51 Euro im Monat und damit 616 Euro im Jahr mehr

 als sein Kollege in Hamburg bekommen würde! Bei 3,50 Euro/Stunde ab 2016:

 78 Euro im Monat – also 935 Euro im Jahr mehr!

(Hinweis: Bei der Berechnung wurde berücksichtigt, dass in S-H die Wechselschichtzulage zukünftig entfallen wird – welche in Hamburg nur maximal hälftig gezahlt wird und auch noch versteuert werden muss.)

Die DPolG Hamburg fordert weiterhin 5 Euro pro Stunde!

Der Weg, der jetzt von Schleswig-Holstein gegangen wird, ist aber ein Schritt in die richtige Richtung – dem Hamburg unverzüglich folgen muss!

 KEINE LIPPENBEKENNTNISSE! +++ ENDLICH HANDELN!

 Der Landesvorstand                                                                                Hamburg, 10.11.2014

 

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Hamburg rüstet sich für Hooligan-Demo

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Was kommt da auf Hamburg zu? Die für den 15. November angemeldete Demo „Hooligans gegen Salafisten“ hält Polizei und Sicherheitsbehörden in Atem.

Die Gruppe „HoGeSa“ hat enormes Potential, bei der völlig eskalierten Demo in Köln am Wochenende zerlegten 3000 Hools, Rechte und Rocker Teile der Innenstadt, 44 Beamte wurden verletzt (BILD berichtete).

Jetzt versucht die Gruppe mit taktischen Spielchen die Vorbereitung der Polizei zu erschweren. Für den selben Tag wurde gestern nämlich auch in Berlin eine entsprechende Demo angemeldet.

Joachim Lenders (52), Landeschef der Polizeigewerkschaft DPolG: „Extrem schwer, sich darauf vorzubereiten. Es wird Konkurrenz zwischen Hamburg und Berlin geben, ausreichend Polizisten zu bekommen. Wir werden in Hamburg diverse Hundertschaften aus dem ganzen Bundesgebiet benötigen.“

Denn: Rechtsorientierte Hooligans und linke Antifa-Szene schaukeln sich gerade hoch. Die Linken in Hamburg rufen schon dazu auf, den „HoGeSa“-Aufmarsch mit allen Mitteln zu stoppen.

Wo genau die Demo dann stattfindet, könnte zu einem Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei werden.

Polizei fordert Gefängnis für Randalierer

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City – Härtere Strafen für Krawallmacher unter dem Deckmantel der Religion und gewaltbereite Fußballfans! Das fordert Polizeigewerkschafter Joachim Lenders (52, DPolG). „Weder eine schwierige Kindheit, noch berufliche Perspektivlosigkeit oder fehlende Reife kann auch nur ansatzweise brutale Angriffe rechtfertigen“, schreibt er auf hamburg-braucht-mehr.de, dem Expertenblog der CDU.

Weiter: „Die Konsequenz kann nur heißen: Freiheitsstrafe ohne Bewährung!“ Lenders kandidiert für die CDU bei der Bürgerschaftswahl im Februar.

Einladung zu einem Tagesseminar „Rechte und Pflichten im Arbeitskampf“

Die DPolG Hamburg Fachbereich Verwaltung möchte alle interessierten Kolleginnen und Kollegen zu einem Tagesseminar „Rechte und Pflichten im Arbeitskampf“ einladen.

In diesem Seminar wird unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung das Thema Rechte und Pflichten im Arbeitskampf, sowie die geplante Einführung des Tarifeinheitsgesetzes umfassend behandelt.

 

Logo Einkommensrunde

Wann?               Mittwoch, der 3. Dezember 2014

                                    9.00 bis 16.00 Uhr 

 

Wo?                 Polizeipräsidium Hamburg,               

                 Bruno-Georges-Platz 1, 22297 Hamburg

                                Gr. Sitzungssaal 

Als Referenten haben unter anderem zugesagt: 

– Willi Russ, Fachvorstand Tarifpolitik Zweiter Vorsitzender des dbb

– Joachim Lenders, Stv. Bundesvorsitzender und Landesvorsitzender der DPolG Hamburg 

Die Veranstaltung ist sonderurlaubsfähig. Anmeldungen werden ab sofort unter der Telefonnummer: 040/254026-0 in der DPolG-Geschäftsstelle entgegengenommen.

 

Fachbereich Verwaltung                                                                    Hamburg, 22.10.2014

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Polizei befürchtet neue Eskalation

weserkurier

Die Polizei in Hamburg befürchtet heute im Umfeld der Freitagsgebete neue schwere Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Islamisten

In Bremen verliefen die Kundgebungen der Kurden, die ein härteres Vorgehen der Staatengemeinschaft gegen die Terrormiliz IS fordern, bisher friedlich. Eine Eskalation der Lage wird aber nicht ausgeschlossen. Seit Mittwoch bewacht die Polizei Moscheen in der Stadt.

In Hamburg war es in der Nacht auf Donnerstag erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Salafisten gekommen. 46 Teilnehmer wurden vorläufig festgenommen, 18 kamen in Gewahrsam. Gegen zwei Demonstranten lag ein Haftbefehl vor, sagte ein Polizeisprecher. Neben Macheten, Messern, Teleskopstangen und Sturmhauben sei auch eine Schusswaffe und Munition gefunden worden. Besonders der Fund der Schusswaffe ist für Joachim Lenders, Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, beunruhigend. Alle Kollegen seien äußerst alarmiert. „So eine Brutalität habe ich selten erlebt“, sagte er zur Gewalt-Eskalation der vergangenen Tage. 1300 Beamte waren am Mittwochabend im Einsatz, davon 260 aus anderen Bundesländern – eine Hundertschaft kam dabei aus Bremen. Auch in Celle gab es mehrfach Gewaltausbrüche bei Kurden-Demonstrationen.

Während in Syrien Kämpfer de Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Kobane eingerückt sind, kommt es in Deutschland zu immer mehr Demonstrationen – viele werden von Gewalt begleitet. In Hamburg wurde nach den Ausschreitungen eine Ermittlungsgruppe eingesetzt. In Bremen gingen auch am Donnerstag wieder Kurden auf die Straße, um friedlich für mehr Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft für die Kurden in Syrien zu fordern. Wie diese Zeitung erfuhr, stehen mehrere Moscheen in Bremen unter Polizeischutz.

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Es hätte Tote geben können

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Die Schlacht um die syrische Stadt Kobane wird immer dramatischer. Seit Tagen toben Kämpfe zwischen Kurden und den IS-Terroristen an der türkischen Grenze. In zahlreichen deutschen und europäischen Städten gehen Kurden immer wieder auf die Straße. In Hamburg besetzten die Demonstranten am Dienstagnachmittag für etwa eine Stunde die Gleise am Hauptbahnhof. Am späten Abend kam es am Steindamm zu blutigen Ausschreitungen zwischen den Protestlern und Salafisten.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot in St. Georg vor Ort. Je 400 Kurden und Salafisten stehen sich vor einer Moschee gegenüber. Die Stimmung ist aufgeheizt, einige tragen Messer, Macheten, Holz- und Eisenstangen bei sich. Die Polizei ist in höchster Alarmbereitschaft, Zufahrtsstraßen zur Moschee sind abgesperrt. Der Konflikt eskaliert im Bereich Steindamm/Kleiner Pulverteich. Die Gruppen gehen aufeinander los. 14 Menschen werden teils durch Messer-Attacken verletzt – vier von ihnen schwer. Die Polizei versucht die Lage unter Kontrolle zu bringen, Wasserwerfer kommen zum Einsatz. Eine verflucht heikle Situation. Erst gegen 1.30 Uhr beruhigt sich die Lage.

In der Moschee waren zum Zeitpunkt der Ausschreitungen mehrere Muslime zum Gebet versammelt, als einige Salafisten versuchten ins Gebäude zu kommen. „Für uns war das eine sehr bedrohliche Situation“, sagte Daniel Abhin, Vorsitzender der islamischen Gemeinde, dem „Abendblatt“. Plötzlich waren die Gemeindemitglieder der Moschee zwischen den Fronten. Abdin: „Ich hatte Angst um ihre Sicherheit. Wir verurteilen jede Art von Gewalt.“ Es könne nicht sein, so der Gemeindechef, dass „wir Kriege der Welt nach Hamburg importieren.“

Joachim Lenders, Landesvorsitzender der Polizei-Gewerkschaft DPolG, und der Bundesvorsitzende Rainer Wendt gaben am Mittwoch eine gemeinsame Erklärung ab. Darin bezeichneten sie die Ausschreitungen als „bürgerkriegsähnliche Gewaltexzesse“. Lenders: „Ohne professionellen Einsatz der Polizei hätte es wahrscheinlich Tote gegeben.“ Beide fordern die Abschiebung „nichtdeutscher Gewalttäter“.

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